Menopause
Dies ist eines der häufigsten Symptome, an sich harmlos, oft jedoch sehr störend. Bei vielen Frauen dauert dieses Problem nur etwa 1-2 Jahre, bei einigen Frauen dauert jedoch dieses Symptom viel länger. Bioidentische Hormone sind zur Therapie in diesen Fällen am effektivsten. Auch Kräutertherapie kann hilfreich sein.
Im Vordergrund der Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie (HRT) in der Peri- oder Menopause stehen immer der persönliche Leidensdruck und die Ausprägung der Beschwerden, die gegenüber den individuellen Risiken abgewogen werden.
Bei der Hormonersatztherapie wird der in den Wechseljahren entstehende Hormonmangel durch heutzutage vor allem bioidentische Hormone ausgeglichen. Eine Hormonersatztherapie verfolgt nicht das Ziel, die bisherige Hormonkonzentration im Körper exakt wiederherzustellen, sondern will die Beschwerden, welche durch den Oestrogenmangel entstanden ist, gezielt therapieren. Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gedächtnisstörungen, Libidoverlust u.a.m., welche die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit mancher Frauen teilweise erheblich beeinträchtigen, können durch eine Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen ursächlich wirksam behandelt werden. Die genannten Symptome können deutlich gelindert oder bestenfalls beseitigt werden.
Bevor eine Hormonersatztherapie empfohlen werden kann, ist eine umfassende Untersuchung, Befragung und Beratung der Patientin sowie eventuell eine Bestimmung des Hormonspiegels mittels Blutuntersuchung unerlässlich. So kann gemeinsam Nutzen und Risiko sowie Möglichkeiten erörtert werden. Dabei soll die niedrigste effektive Dosis während der individuell erforderlichen Behandlungsdauer zum Einsatz kommen. Im Behandlungsverlauf sollten regelmäßige, jährliche gynäkologische Kontrolluntersuchungen stattfinden. Idealerweise beginnt eine HRT mit dem Eintritt der Wechseljahre oder spätestens 10 Jahre danach. Ferner sollten keine Kontraindikationen bzw. erhöhte Risiken vorhanden sein wie z.B. vorbestehende Herz-Kreislauferkrankungen, erhöhtes Thrombose-Risiko oder Zustand nach Brustkrebs.
Für eine Hormonersatztherapie stehen Tabletten, Pflaster, Cremes und Gele zur Verfügung. Heute werden meist bioidentische Hormone verwendet. Daneben kommen aber nach wie vor auch natürliche Mittel zum Einsatz. Diese eignen sich besonders bei leichteren Beschwerden. Bewährt haben sich vor allem Traubensilberkerzen Extrakte (Cimicifuga) oder bei frühen Wechseljahrbeschwerden, welche durch starke hormonelle Schwankungen gekennzeichnet sind auch der Mönchspfeffer.
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