Zyklusstörungen



Als Zyklus wird der Zeitraum vom ersten Tag der Menstruation bis zum letzten Tag vor der nächsten Menstruation bezeichnet. Meist dauert er etwa 28 Tage. Es gibt zwar individuelle Schwankungen, die Dauer und Intensität der Blutung sowie der Abstand zwischen zwei Blutungen sollte aber konstant sein. Eine Zyklusstörung kann die Stärke, Dauer oder Frequenz der Blutung betreffen. Zu lange oder zu kurze Zyklen haben ihre Ursachen meist in einer Hormonstörung. Nach der üblichen Untersuchung erfolgt die Therapie, falls überhaupt notwendig, meist mit Hormonen.
Bei einer zu langen oder zu starken Blutung kann auch eine organische Ursache vorliegen. Bei jungen Frauen, bei denen der Eisprung noch unregelmäßig ist und bei Frauen in den Wechseljahren ist dies jedoch nicht ungewöhnlich. Es kann sich aber auch um Myome (gutartige Gebärmutterknoten), Endometriose (Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der eigentlichen Schleimhaut), Entzündungen, Zysten oder Polypen handeln. In diesem Falle ist oft eine operative Abklärung und Therapie angezeigt. Verschiedene Verhütungsmethoden können ebenfalls zu Blutungsstörungen führen.
Zu schwache Blutungen sind meist nicht krankhaft. Sie können z.B. bei Einnahme der Antibabypille vorkommen. Bleibt die Menstruation völlig aus, kann eine Schwangerschaft, Erkrankungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke dahinter stecken. Auch dann sollten Sie sich unbedingt gynäkologisch untersuchen lassen.
Bei Blutungsauffälligkeiten führen Sie am besten einen Kalender, in dem Sie Dauer und Stärke der Menstruation eintragen. So können Sie selber die Regelmäßigkeit Ihres Zyklus überprüfen und uns helfen Ihren Zykluscharakter besser einzuschätzen.
Hier können Sie einen Menstruationskalender herunterladen: Menskalender.pdf

Zwischenblutungen
Diese sind immer ärztlich abzuklären, ebenfalls unregelmäßige Blutungen, da eine Entzündung oder ein Tumor dahinterstecken könnte.

Behandlungsmöglichkeiten
Diese sind vielfältig und richten sich nach Ursache, Schweregrad, Ernsthaftigkeit und Kinderwunsch. Sie reichen von Abwarten, Hormontherapie, Curettage, Schleimhautverödung, Antibiotikatherapie, Laserbehandlung bis hin zu einer Gebärmutterentfernung.




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